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Ein Übergang_Teil 2

All das, was ich in meinem ersten Teil über die Mechansimen schrieb, ist eine rein subjektive und persönliche Wahrnehmung meinerseits. Es geht nicht um, für mich relevante Systemänderungen oder sonstigen revolutionären Ideologien. Jedenfalls spielten die Faktoren die ich so wahrnahm eine eher kleine Rolle zum Beitrag meiner Krankheit und dem daraus resultierenden beruflichen Sinneswandel. Als das neue Schuljahr also anfing und ich eine neue Klasse bekam die ich zu betreuen/erziehen hatte setzte ich mich selbst enorm unter Druck. Ich wollte jedem, egal ob Schulrektor, Lehrer, Kollegen und Kindern gerecht werden. Ich spürte natürlich Anforderungen an mich von meinem Umfeld, aber vor allen Dingen durch mich selbst. Alles musste perfekt sein. Raumgestaltung, Zeitplanung, Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote für die Kinder. Ich wollte das alles von Anfang an funktioniert, das die Kinder funktionieren, das ich funktioniere. Mein sensibles, auf Perfektion ausgelegtes Kartenhaus fing immer schneller an bedrohlich zu wackeln. Die Situationen die ich plante, aber nicht so abliefen wie ich es mir vorstellte, griffen immer weiter mein Selbstbewusstsein an. Selbstzweifel und Versagensängste breiteten sich in meiner Freizeit immer mehr aus. Ich dachte immer nur an die Arbeit und wie ich was verbessern könnte. Ich schlief wenig, aß nur weil ich musste und hatte auf dem Weg zur Arbeit Brechreiz. Auf der Arbeit selbst war ich wie von Sinnen. Später erklärte mir eine Psychologin das es dissoziative Wahrnehmungen seien. Auf der Arbeit war ich nicht mehr bei mir.Ich fühlte zwar noch meinen erröteten Kopf und das rasende Pulsieren meines Herzens, alles andere war verschwommen. Ich hatte nur noch grobe Strukturen in meiner Erinnerungen und hangelte mich so von Situation zur Situation. Ich konnte nicht mehr auf meine Kollegen reagieren und was noch fataler war, ich konnte nicht mehr auf die 29 Kinder adäquat reagieren. Alles versank ´, nur Wut und Trauer fühlte ich in meinen klaren Momenten, Tränen liefen auf dem Weg und zuhause...

11.2.15 12:41, kommentieren

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Ein Konzert_Egotronic

Die Band Egotronic spielte am Freitag, den 6.2.´15 in Düsseldorf, im Haus der Jugend. Ich hatte mir wie üblich zu Hause zu viel Zeit gelassen, sodass ich dachte ich käme nicht rechtzeitig zum Konzertbeginn. Aber trotz anstrengendem Aufbruch und verspäteter Bahn kam ich pünktlich zum ersten Lied an.Perfektes Timing also. Die Location war voller Leute und als die ersten Klänge durch die Boxen drangen spürte man eine ungeheure Energie. Dieser Elektropunk in Kombination mit dem hemmungslosen Publikum und dem Charisma des Leadsängers überzeugte mich sofort. Obwohl diese Musikrichtung mitnichten meine favorisierte ist, wurden meine Glücksrezeptoren und mein Tanzbein aktiviert. Nach guten eineinhalb Stunden mit Stagedives, halb ausgezogenen Menschen und von oben bis unten mit Bier, Wasser und Schweiß durchnässt endete das Konzert. Unter dem musikalischen Aspekt mit all der Hingabe vom Künstler und der Zuhörerschaft war es wunderbar dabei gewesen zu sein. Jedoch endete es für mich persönlich unter gesellschaftlichen Faktoren mit einem faden Beigeschmack. Als das Konzert vorbei war skandierten die Linksaktivisten Parolen wie zum Beispiel "Alerta,Alerta, Antifascista!" und "Fickt Deutschland!". Ich persönlich finde solche Parolen egal von welchen Gruppierungen immer zweifelhaft, anstrengend und teilweise angsteinflössend. Egal in welche politische Richtung es geht sind solche Massenverherrlichenden Ansichten immer Brut für Angst, Gewalt und individuelle Einschränkungen. In diesem Sinne war es ein sehr interessanter Abend mit einigen Ansichten und Themen zum nachgrübeln. Nichtsdestotrotz ein sehr gelungenes Konzert.

1 Kommentar 9.2.15 15:50, kommentieren